10. 12. 2007
Dieser Eintrag entstand in unserem Hostel in Bangkok. Ich wollte eigentlich Briefe schreiben, fühlte mich aber nicht genügend inspiriert dazu, so dass ich erstmal mein Tagebuch hervornahm…
Unglaublich, wie schnell diese Ferien vergehen. Es ist echt viel los, so dass mir kaum Zeit und Kraft zum Schreiben bleibt. Schade eigentlich, denn es gibt viele Eindrücke zu verarbeiten.
Im Moment beschäftigt mich gerade, dass mir so vieles, was wir in all den Tempeln und Palästen sehen, wohl für immer fremd bleiben wird. Ich würde gerne mehr darüber wissen, was diese Buddhas, Garudas, Nagas, Vishnu, Shiva, Brahma, Ganesh, Chow Fas, weissen Elefanten und all die anderen Geschöpfe über das Leben lehren können… bis jetzt habe ich die Tempel und Paläste vor allem als Ausdruck der Macht und des Reichtums der orientalischen Könige erlebt… Spiritualität kam bloss sporadisch zum Vorschein :-(
Interessanterweise haben mich diese fremdartigen Malereien und Skulpturen an die Gleichnisse Jesu erinnert. Es heisst ja, dass viele Leute hinsehen und hinhören können, soviel sie wollen, und doch nichts davon verstehen.1) Nun weiss ich nicht, wieviel Weisheit in Thailändischen Königspalästen steckt, doch von ihrem Inhalt habe ich wirklich nicht viel begriffen. Aber kunstfertig und prachtvoll waren sie schon.
1) Lies zum Beispiel Markus 4, 10-12