Happy Diwali!

Es sieht fast so aus, als nähme ich es nicht so genau mit meinen Blogversprechen. Nun, in einigen Teilen der Welt ist es immer noch Freitag… aber ich werde mich, weil die Nacht doch schon fortgeschritten ist, kurz fassen.Little India by Night

Der Grund für mein spätes Bloggen ist Diwali, das Fest der Lichter. In Singapur begann das Fest am Donnerstag, in Indien hingegen wegen der Zeitverschiebung und anderen Gründen erst am Freitag. Zusammen mit Toshiko und Chiharu aus Japan, Angie aus Mexico, Raechell von den Philippinen und Priesh aus England wollte ich herausfinden, was hinter diesem Fest steckt. Wir fuhren Donnerstag Abends nach Little India und stellten fest, dass es vor allem kommerziell ein Jahreshöhepunkt ist. Tausende von Leuten drängten sich durch die kleinen und grossen Läden entlang der Serangoon Road im indischen Viertel singapurs.Three for Ten DollarsTempel in Little India, geschmückt für Diwali

Für viele Leute spielt jedoch auch ein Tempelbesuch eine wichtige Rolle. Das Fest ist eine Einladung an die Götter, besonders an Lakshmi. Mit farbenfrohen Mustern vor der Haustüre und vielen Lichtern soll Lakshmi, die Göttin des Wohlstands und des Glücks, in die Häuser der Hindus gelockt werden und Segen fürs neue Jahr bringen. Ausserdem sind Süssigkeiten von grosser Bedeutung; wir liessen uns die Gelegenheit nicht nehmen, einige davon auszuprobieren. Danach schien leider das kulturelle Angebot von Little India ausgeschöpft, so dass wir uns an den nahen Clarke Quai begaben und den Abend mit einem Bier oder einer Cola abrundeten.Indische SüssigkeitenBodenbildLive-Auftritt am Diwali Open House @ ISC

Was wir donnerstags an Kultur verpasst hatten, konnten wir freitags nachholen. Das International Student Centre organisierte ein Diwali Open House, mit Liedern, Tänzen, Bodenbildern und Singapur-Indischen Lekereien. Abends fand schliesslich das Fest der Indian Social and Culture Society statt. Zu Beginn versammelten sich die Hindus zu einem Puja, einem Gebet an die Götter. Freundlich erklärte man uns die verschiedenen Namen und ihre Bedeutung. Anschliessend zog Feststimmung auf… Ich muss anerkennen, dass diese Leute wirklich Feiern können. Gutes Essen, Wunderkerzen und Knallfrösche, Tanz und Disco… wir genossen das Fest in vollen Zügen.

Als Fazit kann ich nur sagen: Schweizer, lässt euch von unserer Volkspartei keine Angst einjagen, sondern seid offen für fremde Kultur… es ist bereichernd!